Die Schrift als Spiegel der Seele

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„Glück macht Schule“ – unter diesem Motto steht der diesjährige Wettbewerb zum „Tag der Handschrift“, der zum zweiten Mal von der Stiftung Handschrift und dem Hessischen Kultusministerium veranstaltet wird. Da die Teilnehmerplätze begrenzt sind, war die Begeisterung bei den Klassen 6c und 6d groß, als sie erfuhren, dass die Bewerbung ihrer Klassen- und Deutsch-Lehrerinnen Miriam Eisner und Julia Klaas-Pleyer um eine Wettbewerbsteilnahme erfolgreich war. 
Groß war auch die Freude als das Materialpaket eintraf und ausgepackt wurde. Die Box enthielt Briefpapier, Linienblätter zum Unterlegen, Briefumschläge und für jedes Kind einen eigenen Füllfederhalter. Die Aufgabe bestand nun darin, auf maximal zwei Seiten einen mit Tinte gut lesbaren Glücksbrief in der eigenen Handschrift zu schreiben. Darin sollten die Schülerinnen und Schüler beschreiben, was sie glücklich macht und wie sie das erreichen wollen. Ein solches Glücks-Ziel kann z.B. ein guter Schulabschluss, eine besondere Freundschaft, eine kreative Idee, sportliche Ambitionen, eine soziale Tätigkeit, ein Engagement im Tier- oder Umweltschutz oder im Verein sein.
Alle Briefe wurden dann an die Stiftung Handschrift geschickt, wo eine Jury in den nächsten Wochen die 100 besten Autorinnen und Autoren aller teilnehmenden Schule auswählen wird. Diese werden dann im September  zur Preisverleihung nach Wiesbaden eingeladen.
Im Kontakt mit den teilnehmenden Schulen werden auch die Lehrkräfte für das Thema „Handschrift“ sensibilisiert und aufgefordert, im Schulalltag ganz bewusst auch mal Phasen einzubinden, in denen Schülerinnen und Schüler mehr mit der Hand schreiben, denn manuelles Schreiben steht (wieder) hoch im Kurs. Es bringt persönliche und intellektuelle Vorteile für die weitere Karriere.
„Die Schülerinnen und Schüler sollen durch diese Schreibaktion darin bestärkt werden, eine gut lesbare eigene Handschrift als Ausdruck ihrer individuellen Persönlichkeit zu entwickeln, denn unsere Handschrift ist so einzigartig und unverwechselbar wie wir selbst – das kann elektronisches Schreiben am Tablet, Handy oder PC nicht bieten“, so Deutschfachbereichsleiterin Karin Nellinger.