Große Gefühle vor großer Kulisse und großartigem Publikum

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Eine bewegende Storyline, tolle Musik, präsentiert von exzellenten Instrumentalisten, Sängern und Darstellern - kurzum: Das Musical „Black Future“ der Johannes-Gutenberg-Schule, das in der Volkshalle Ehringshausen uraufgeführt wurde, war wieder einmal ein hervorragend geschnürtes Kreativpaket mit viel Emotionen und Leidenschaft. 
In dem von Musiklehrer Nicolas Loh entwickelten und realisierten Singspiel wird eine Geschichte erzählt, in deren Mittelpunkt  die Gefahren unserer digitalen Welt stehen. Alle Akteure ermöglichten durch ihre phantastische Art und Weise der Aufführung dem Zuschauer eine emotionale Simulation und eine damit verbundene Reflexion über dieses brandaktuelle Thema rund um Smartphone und die sich in dessen Schlepptau befindlichen Messenger wie WhatsApp, Instagram, Twitter und Co. Die in New York spielende Geschichte, zeigt Menschen, die blind einer App folgen, welche durch totale Kontrolle auch eine absolute Sicherheit bietet. Dadurch werden die Rechte von Bürgern  eingeschränkt. Die Protagonistin Reasa und ihre Mitstreiter versuchen nun in dieser Fiktion die Bewohner New Yorks von ihrer Idee zu überzeugen, auf diese Technik zu verzichten. 
Unter dem Motto „Wir denken zu viel und fühlen zu wenig“ zeigten die 15 Schauspielerinnen des Wahlpflichtkurses II „Musical“ sowie die Schülerinnen und Schüler des KuBi-Musical-Kurses der Klasse 6, die Schulband (Leitung: Tim Gilbert), der Chor der Klassen 9g, 10a und 10b (Leitung Uwe Witzel) und die AG’s Tanz, Schwarzlicht, Modern Dance, Musical-Tanz und Kreative Medien was ein Musicalherz höher schlagen lässt und wie stark ein solches Bühnenstück daherkommen kann, abseits des oft vorherrschenden Unterhaltungs-Mainstreams. 
Nicht zuletzt sorgte dafür auch eine ausgefeilte Choreographie, die in den Händen von Konstanze Korth-Neumann, Simone Strauß-Schwabe, und Morena Kaps lag und ein bestechendes Bühnenbild, das von Stefanie Küster, Sina Hauptvogel und Severin Bause gestaltet wurde.
Es war schon toll zu erleben, wie alle Akteure nicht nur den Ton trafen, sondern was für die Wirkung fast noch viel wichtiger ist, auch jeden Unterton. Da saß jede kleine Geste und jeder Blick. 
Schulleiterin Annegret Schilling zeigte sich am Schluss folglich hellauf begeistert und sprach allen 150 Akteuren vor und hinter der Bühne höchste Anerkennung und ein ganz dickes Lob aus:“ Wer den Mut hat, auch einmal über den Tellerrand hinweg zu sehen und sich auf Neues einzulassen, anstatt auf nur bekannte Produktionen zu setzen, wer dabei auch noch darstellerisch und musikalisch so grandios überzeugen kann, der berührt unweigerlich das Herz eines jeden Musical-Liebhabers. Bei mir hat es mehr als Gänsehaut hervorgerufen.“