Gutenberg-Schule zu Gast beim Jubiläum der Deutsch-Französischen Freundschaft e.V. Ehringshausen

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Ein halbes Jahrhundert Deutsch-Französische Freundschaft e.V. Ehringshausen – das war wahrlich ein ganz besonderes Ereignis, das im Dorfgemeinschaftshaus in Kölschhausen auch gebührend gefeiert wurde. Mit dabei waren auch Vertreter der Johannes-Gutenberg-Schule, die es sich nicht nehmen ließen, auch auf diese Weise Dankeschön für die Jahrzehnte außergewöhnliche, fruchtbare und beeindruckende Verbindung und Zusammenarbeit zu sagen. Schulleiterin Annegret Schilling betonte in ihrem Grußwort, dass die Geschichte zwischen Deutschland und Frankreich auf eine lange und das friedliche Miteinander auf die gelungene Entwicklung eines Versöhnungsprozesses, der aufbauend auf den Elysée-Vertrag vielfach auch auf ganz persönliches Engagement zurückgehe.

„Auch der Verein zur Förderung der Deutsch-Französischen Freundschaft e.V. aus Ehringshausen, der sich über 50 Jahre der Versöhnung, Zusammenarbeit und Partnerschaft beider Länder verschrieben hat, leistete somit einen wesentlichen Beitrag zur Ermöglichung von Integration, dem Abbau von Fremdheit und der Tatsache, dass dieses Europa ein Gemeinschaftsprojekt ist, welches von Weltoffenheit und Toleranz geprägt ist“, so die Schulleiterin.

Schilling hob in ihrer Rede auch die über 50 Jahre bestehende Partnerschaft  und den damit verbundenen Schüleraustausch mit der französischen Partnerschule Paul Válery in Roquemaure hervor.

„Dass der erste Besuch 1969 keine Eintagsfliege im Department Gard bleiben sollte, zeigt die Tatsache, dass gegenseitige Gastaufenthalte bis heute in steter Regelmäßigkeit stattfinden und jahrzehntelange Freundschaften dadurch entstanden sind.“

 

Als Schulleiterin könne sie zwar die Rahmenbedingungen für einen Austausch schaffen, aber nur die Kolleginnen und Kollegen sowie Schülerinnen und Schüler könnten das Unternehmen „Schüleraustausch“  mit Inhalten, Substanz, Gehalt  und einfach mit Leben füllen, was aber ohne die  Unterstützung, Förderung und Begleitung des Vereins zur Förderung der Deutsch-Französischen Freundschaft nur sehr schwer vorstellbar und kaum zu leisten wäre.

 

Weiterhin versprach Annegret Schilling, dass man nun auch den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben wolle, die Schulbesuche im jeweils anderen Land bis zu 4 Wochen auszuweiten. Denn die Praxis habe gezeigt, dass gerade nach einer Woche Austauschprogramm die Neugier und das Interesse an der jeweils  anderen Kultur erheblich steige und gerade das Gefühl der Eingewöhnung in Zugehörigkeit wechsele.

Ein kleines Geschenk hatten die Gutenberg-Schüler aber auch dabei: Die Jahrgangsgruppen 8 und 9 führten unter der Regie ihrer Lehrerinnen Lydie Anciaux und Carolin Michel ein Theaterstück auf, dass eine deutsche und eine französische Familie zeigte, die sich in einem Café mit Sprachproblemen auseinandersetzen mussten. Wie gut, dass Fremdsprachenprobleme für die Gutenberg-Schüler kein Thema ist.