Gutenberg-Schüler bekommen einen Einblick in Gemeindearbeit

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„Darf man verstorbene Angehörige im eigenen Garten begraben?“
Dieser und vielen weiteren Fragen ging die Klasse 7c beim Besuch des Rathauses in Ehringshausen jetzt auf den Grund.
Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Gemeinde“ im Fach Gesellschaftslehre tauschte man jetzt den Klassenraum und die Theorie der Bücher gegen eine praxisnahe Schulstunde in der Verwaltung.
Jens Hagner, Mitarbeiter des technischen Bauamts, empfing die Klasse im großen Sitzungssaal indem sonst nur wichtige Entscheidungen getroffen werden. So saß beispielsweise Schülerin Nina auf dem Platz, wo sonst nur Bürgermeister Jürgen Mock Platz nimmt. 
Zunächst gab Jens Hagner grundlegende Informationen über die Gemeinde Ehringshausen weiter, u.a. dass eine Fläche von 45,43 m² zur Gemeinde gehören und insgesamt 80 Kilometer Straße durch Kommune verlaufen. Zum Staunen führte die Tatsache, dass 460 Millionen Liter Wasser in Ehringshausen jährlich verbraucht werden. Wenn man diese Menge in 1 Liter Flaschen umfüllen würde, könnte man diese in einer Länge aneinanderreihen, die drei Mal um die Erde führt. 
Im Anschluss an den Vortrag durften die Schülerinnen und Schüler selbst Fragen stellen, die sie zuvor im Unterricht erarbeitet hatten. So wurde geklärt, ob es eine Hundesteuer gibt und wieso es diese eigentlich nicht für andere Tierarten gibt. Auch stellte sich die Frage, wie wahrscheinlich ein Ausbau des Hallenbades wäre, da die Schüler eine Erlebnisrutsche vermissen. Spannend wurde es, als Jens Hagner erläuterte, wieso man einen verstorbenen Angehörigen nicht einfach so im Garten begraben darf. Hierfür gebe es ein Gesetz, welches besagt, dass Verstorbene auf dem Friedhof begraben werden müssen. Das geliebte Haustier dürfe man aber – je nach Größe – im Todesfall im Garten bestatten. 
Ein weiterer Diskussionspunkt war die aktuelle Situation  nach der Schließung der Geburtsstation im Kaiserin-Auguste-Victoria-Krankenhaus in Ehringshausen.
Zum Abschluss des Besuches wurden die Schüler durch das Rathaus geführt und ihnen die einzelnen Abteilungen gezeigt. „Somit sind unsere Schülerinnen und Schüler bestens für die anstehende Klausur zum Thema „Gemeinde“ gerüstet“, so Lehrerin Miriam Eisner.