Ohne Punkt und Komma

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Es ist nicht schlimm, ohne Punkt und Komma zu reden, besonders, wenn es sich um den gleichnamigen Schreibwettbewerb des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm e.V. und der Hessischen Leseförderung handelt. Ausgeschrieben für 12- bis 15-Jährige nahmen auch Schülerinnen und Schüler der Johannes-Gutenberg-Schule teil und Ben Hagner und Marlon Pardik wurden von einer unabhängigen Jury in den Kreis der Besten ausgewählt. Und jetzt wurden die beiden Schüler aus Ehringshausen zur Preisverleihung in die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt eingeladen, um von Dr. Ulrich Adolphs vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie von Björn Jager vom Hessischen Literaturforum im Mousonturm ihre Auszeichnung entgegenzunehmen. Dabei betonte Björn Jager, dass gerade die Geschichte von Ben und Marlon wegen ihres Humors die Jury geradezu begeistert habe. 
Nach der Laudatio von Jury-Mitglied und Schriftsteller Martin Beyer, der die jungen Autoren ermutigte, auch weiterhin der Generation beizuwohnen, die sich einmischt und zu Wort meldet sowie Musik von Singer und Songwriter Jonas Noack aus Frankfurt, präsentierten die ehemaligen Absolventen der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Karoline Stegemann und Henning Kallweit Ausschnitte aus den Werken der Preisträger. Dabei spielten sie mit ihren Stimmen derart gekonnt, so dass die einzelnen Schriftstücke eine nochmalige Griffigkeit und Intensivität bekamen.
Ziel dieses Wettbewerbs, bei dem über 330 Einsendungen verzeichnet wurden, ist es, die Schreiblust von Jugendlichen zu fördern und ihre Kreativität und Ausdruckskraft anzuregen. Texte bis zu 1400 Wörtern können als Geschichten oder auch als Gedichte eingereicht werden. Alle preisgekrönten Manuskripte wurden passend zur Veranstaltung nun in einem Buch veröffentlicht und vorgestellt. 
Mit ihrer Geschichte „Verhungere nicht!“, in der es um einen Wissenschaftler geht, der eine Forschungsblockade hat und dann in eine andere Welt abtaucht, sind die beiden Schriftsteller nun mit von der Partie, ihr Erstlingswerk einem breiten Publikum näherzubringen. 
Dabei war es von der ersten Idee bis zum fertigen Text schon eine kleine Mammutaufgabe, ist doch beim Geschichtenschreiben ein guter Plot nun mal der Grundstein für den gesamten Verlauf der Story. Und da wird schon mal um jeden Teilaspekt gerungen. 
„Das Erfinden von Geschichten ist eine wichtige Basis, um die Auffassungs- und Vorstellungskraft zu schulen und zu perfektionieren. Es ist schon klasse zu sehen, wie unsere beiden Preisträger durch Fantasie und Ideenreichtum eine so spannende und facettenreiche Kurzgeschichte aufgeschrieben haben. Sie hat Ecken und Kanten und das ist auch gut so. Denn glatt ist immer unglaubwürdig“, freuten sich auch Schulleiterin Annegret Schilling und Deutschlehrerin Miriam Eisner über die Auszeichnung der beiden Gutenberg-Schüler.