Radeln stärkt Selbstbewusstsein und Gesundheitskompetenz

Drucken
 
Schon der ehemalige US-Präsident John F. Kennedy wusste, dass nichts vergleichbar ist, mit der einfachen Freude Rad zu fahren. Und aus diesem Grund besuchten fünf Wochen lang Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Johannes-Gutenberg-Schule zusammen mit ihrem Sportlehrer Karl-Heinz Ringsdorf das VELIO Gym in Ehringshausen. 
Ziel war es, durch die gezielte Anleitung von Dirk Sonnenschein und Camelia Schauer seine individuelle Sportlichkeit zu testen, die eigenen motorischen Eigenschaften kennenzulernen und diese möglicherweise auch deutlich zu verbessern. Nachdem sich auf Laufbändern, Spinning Bikes und Krankcycle-Trainingsgeräten locker aufgewärmt wurde, ging es zur Sache, denn jetzt stand „Switching Full Body“ auf dem Programm. Diese Art Training beinhaltet mit Kraft-, Cardio- und Koordinationstraining drei Komponenten, die in einem Kurs den Körper schon ganz schön fordern können. Dabei wurde an den weltweit einzigen Geräten trainiert, die ganz speziell von Sportwissenschaftlern und Physiotherapeuten entwickelt wurden. Alle Übungen werden dabei im Stehen ausgeführt, wodurch die gesamte Muskulatur genauso wie im Alltag benutzt wird. War diese Übung beendet, ging es für die Gutenberg-Schüler an den so genannten Switching-Zirkel. Dieser besteht aus 10 Geräten und gemeinschaftlich wird zu Musik trainiert. Das Besondere daran ist, dass immer wieder ein tolles Gruppengefühl entsteht und das Wort „Quälen“ im Sprachgebrauch nicht mehr vorkommt. Abschließend konnten sich die Gutenberg-Sportler anhand eines Test- und Analysegerätes ihre motorischen Fähigkeiten analysieren lassen und gegebenenfalls durch kleine Trainingseinheiten und Fitnessspiele verbessern. 
Auch Schulleiterin Annegret Schilling war sich sicher, als sich nach fünf Wochen ihre durchtrainierten Schüler zurückmeldeten: „Dieses Training hat einmal mehr gezeigt, dass durch körperliche Betätigung zum einen das Herz-Kreislauf-System im Ganzen trainiert wird, kleinste Gefäße sich den geänderten Bedingungen anpassen und verschiedene Stoffwechselvorgänge in den Zellen in Gang gesetzt und optimiert werden. Der Körper lernt also, selbst hochgradige Probleme an Gefäßen zu kompensieren. Dies wirkt sich natürlich sehr positiv auf das gesamte Gesundheitssystem aus. Letztlich profitiert davon auch das Lernen sowie das Selbstbewusstsein und die Entwicklung insgesamt. Ich denke, dass man den einen oder anderen Schüler in Zukunft weniger „radlos“ erleben wird.“