Gutenbergschüler erleben Industriekultur

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Schülerinnen und Schüler der 9. Realschul- und Gymnasialklassen haben mit ihren Chemielehren den Landschaftspark Duisburg Nord besucht. Dort wird Industriegeschichte entdeckt und erlebt. Wo bis 1985 noch Hochöfen brannten und rohes Eisen seine Weiterverarbeitung zu Stahl begann, gilt heute ein ganz anderes Programm. Industrie und Natur, scheinbar unvereinbare Element, treffen in einem völlig neuen Konzept aufeinander. Flora und Fauna, aber auch Kultur, Erholung und Erlebnis existieren hier in Symbiose mit Stahl und Eisen.
Im Chemieunterricht hatten sich die Schülerinnen und Schüler  mit den Themen Eisen, Eisennerze und Eisengewinnung theoretisch mit Hilfe von Filmen, Arbeitsblättern und Folien auseinandergesetzt. In Duisburg stand nun die Begegnung mit der Realität auf dem Programm. Zwischen einem Gewirr von gigantischen Rohren, meterhohen Gebäuden, und Schornsteinen des stillgelegten Eisenwerkes, begannen die Führungen. Der Hochofenprozess, der Weg des Eisens aus den Bunkern, von der Gicht bis zu den Torpedopfannenwagen konnte beeindruckend verfolgt werden. Die Geschichte der Meidricher Eisenhütte, die sich wandelnde Technik und die sich verändernden Arbeitsbedingungen wurden fachkundig veranschaulicht. Der Höhepunkt des Rundganges war die Besteigung des über 70m hohen Hochofens. Auch wenn heute kein Eisen mehr an diesem Standort produziert wird, waren die Schülerinnen und Schüler von dem anschaulichen Chemieunterricht sehr begeistert.