Schüler der Johannes-Gutenberg-Schule lernen Roquemaure kennen

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Es ist schon zu einer guten Tradition geworden, dass Schüler der Johannes-Gutenberg-Schule ihre Kolleginnen und Kollegen in der französischen Gemeinde Roquemaure besuchen und umgekehrt.
Nun war es wieder soweit, dass Schülerinnen und Schüler der Klassen 8, 9 und 10 zusammen mit ihren Lehrerinnen Carolin Michel und Lydie Anciaux das nahe bei Avignon im Department Gard liegende Roquemaure für eine Woche besuchten.
Das Austauschprogramm bot den Schülerinnen und Schülern, die Französisch als zweite Fremdsprache gewählt haben, die Möglichkeit, ihre im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse praxisnah umzusetzen und zu verfestigen.
Durch die im Vordergrund stehende Begegnung mit den Gastfamilien haben sie zusätzlich die Möglichkeit die französische Kultur und Lebensart besser kennen zu lernen, was auch den Respekt und die Toleranz gegenüber einer anderen Kultur schult und nicht selten lebenslange Freundschaften entstehen lässt. Neben dem Alltagsleben lernten die Jugendlichen auch den französischen Schulbetrieb kennen und erkundeten die nähere Umgebung. 
„Ein solcher Austausch ist eine sehr gute Sache, weil die Schülerinnen und Schüler lernen, sich für andere Kulturen zu öffnen und darüberhinaus auch ihre eigene Herkunft und sich selbst stärker reflektieren“, ist sich Schulleiterin Annegret Schilling sicher.
 
Damit sich nachfolgende Französischklassen schon einmal einen Eindruck über den Ablauf eines solchen Austausches verschaffen können, haben unsere „Frankreichfahrer“ extra ein Tagebuch zusammengestellt:
 
Am ersten Tag wurden wir vom Schuleiter, Herrn Vernet, empfangen und haben ein typisch französisches Frühstück bekommen und zwar „Viennoiseries“ (d.h. Croissants, Schokocroissants und Rosinenbrötchen). Danach haben die Austauschpartner mit Frau D´Arcangues (die Deutschlehrerin in Roquemaure) lustige Kennenlernspiele gemacht. Nach dem gemeinsamen Mittagessen in der Kantine haben die Schüler in Tandems verschiedene Vogelarten im Internet recherchiert, um den Ausflug in den Vogelpark vorzubereiten. Danach haben wir eine Führung durch Roquemaure gemacht.
 
Am Freitag haben wir den Vogelpark in der Camargue besichtigt. Anschließend sind wir an den Strand bei Saintes Marie de la Mer gefahren um dort zu spielen und zu picknicken. Am Abend gab es eine Feier in der Schule, zu der die Eltern, die Schulleitung, der Bürgermeister, Herr Heughe, und die deutsch-französische Gesellschaft eingeladen waren.
 
Am Montag haben die deutschen Schüler einen Ausflug nach Avignon gemacht. Dort haben wir den Papstpalast besichtigt. Anschließend hatten wir die Gelegenheit die Stadt zu erkunden. 
 
Am Dienstag machten sie die Erfahrung, wie ein typischer französischer Tag aussieht: Unterricht von 8 bis 12 Uhr, Mittagessen in der Kantine, Nachmittagsunterricht von 13.30 bis 16.30 Uhr.
 
Am Mittwoch haben wir ein typisch französisches Spiel kennengelernt, „la pétanque“. Worin sich so mancher als wahrer Meister erwiesen hat. Daraufhin hieß uns der Bürgermeister im Rathaus willkommen und zeigte uns den Plenarsaal und das Standesamt. Der Nachmittag stand den Schülern und ihre Gastfamilie zur freien Verfügung, da französische Schüler Mittwochnachmittag frei haben. 
 
Am Donnerstag stand die Nachbildung der berühmten Höhle von Chauvet auf dem Programm, die bei den Schülern einen großen Eindruck hinterlassen hat. Danach ging unsere kleine Reise in die Steinzeit weiter. Die Schüler konnten selbst erfahren, wie mühevoll es ist, mit Feuerstein, Zunderschwamm und Stroh Feuer zu machen. Nach dieser Erfahrung haben wir gegenüber von der echten Höhle Chauvet und zwar beim Pont d´Arc zu Mittag gegessen. 
 
 

Gegenseitige Vorstellung der Austauschpartner bei der Feier

 

 

Ausflug im Vogelpark in der Camargue

 

 

Die neuen Weltmeisterinnen in Pétanque
 
 

Darstellung eines Märchen

 

Spontane Hochzeit im Standesamt von Roquemaure