Anti-Mobbing-Konzept der JGS

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(von der Gesamtkonferenz verabschiedet am 28.11.13)

 

1. Mobbing ernst nehmen!
Wir nehmen das Problem Mobbing unter Schülern wahr und ernst. Wie an allen Schulen kommt es auch in unseren Klassen immer wieder zu Fällen von Mobbing unter Mitschülern. Mobbing hat einen umfassenden, zerstörerischen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung, die schulischen Leistungen und die seelische Gesundheit eines Menschen. Deshalb verschweigen wir das Thema Mobbing nicht, sondern wirken diesem durch folgende Maßnahmen aktiv entgegen:
 
2. Schüler lösen Probleme in der eigenen Klasse 
(Klassenrat und No-Blame-Approach)
Zuerst und in den meisten Fällen versuchen wir die Konflikte in den Klassenlehrerstunden in Stufe 5/6 sowie in den 14-tägig stattfindenden SV-Stunden zu klären. Wir empfehlen die Methode des Klassenrates als eine Möglichkeit des ritualisierten, demokratischen Forums, in dem die Schüler lernen, klasseninterne Schwierigkeiten selbst zu lösen (Vorstellung Konzept Klassenrat: siehe Anhang). In allen 5. bis 7. Klassen wird mit der Methode „Klassenrat“ gearbeitet und es sind diesbezügliche Materialien vorhanden (Briefkasten usw., Materialien erhältlich über Herrn Eckhardt).
In vielen Mobbing Fällen bietet es sich an, die Intervention gemäß dem so genannten „No-Blame-Approach“ durchzuführen. Informationen und Materialien hierzu sind über Herrn Reitmeier erhältlich. (Material siehe Anhang)
 
3. Mobbing-Präventionstage in Jahrgang 5
Unsere Sozialarbeiterin bietet in allen 5. Klassen präventive Anti-Mobbing-Tage an. Als Materialgrundlage wird hierbei der sogenannte Anti-Mobbing-Koffer verwendet (herausgegeben vom HKM und der Techniker Krankenkasse). Dieser enthält vielfältige, pädagogisch äußerst sinnvolle Anregungen für die Thematisierung des Problemfeldes Mobbing, z.B. Videosequenzen, Arbeitsblätter, Folien, Fragebögen usw.
(verantwortlich für die Organisation: Stufenleiterin 5/6)
 
4. Cyber-Mobbing entgegenwirken
Wir sind uns darüber bewusst, dass Mobbing in unserer Schülerschaft nicht nur im persönlichen Kontakt innerhalb der Schule stattfindet, sondern zunehmend immer häufiger auch in sozialen Netzwerken. Auch das Thema „Sexting“, also das Veröffentlichen von Nacktfotos im Internet, hängt eng mit dem Thema Cyber-Mobbing zusammen. Diesen Phänomenen versuchen wir durch folgende Maßnahmen entgegenzuwirken: 
Das Thema „Cyber-Mobbing“ ist fest verankert in der Unterrichtseinheit zum Thema „Umgang mit und in sozialen Netzwerken“,  welche im 2. Halbjahr des 6. Schuljahres im Rahmen der Klassenlehrerstunde durchgeführt wird. Eine diesbezügliche Unterrichtseinheit liegt vor und kann von den Klassenlehrern genutzt und auf die jeweilige Klassensituation angepasst werden. Gegebenenfalls können auch ältere Schüler, z.B. aus der SV, eingebunden und in die 6. Klassen eingeladen werden. (verantwortlich: Stufenleiterin 5/6 – Ersterstellung Unterrichtseinheit: Medienschutzbeauftragter Herr Buder)
Jedes Jahr findet für die 8. Klassen eine Info-Veranstaltung der AGGAS zum Thema „Sicherer Umgang in sozialen Netzwerken“ statt. Hier wird auch die diesbezügliche Rechtslage verdeutlicht. (verantwortlich: Stufenleiter 7/8)
 
5. Theaterstück „Mobbing“ in Kl. 7 
Einmal jährlich laden wir ein Tournee-Theater an unsere Schule ein, welches ein Theaterstück zum Thema Mobbing präsentiert. Dieses Theaterstück besuchen jeweils die 7. Klassen gemeinsam mit ihrem Klassenlehrer / ihrer Klassenlehrerin. Die inhaltliche Vor- und Nachbereitung, auch mit Bezug auf aktuelle Vorkommnisse in der Klasse, erfolgt im Klassenverband mit dem Klassenlehrer. (verantwortlich für die Organisation der Theateraufführung: Stufenleiter 7/8)
 
6. Schlichtung durch klassenübergreifende Mediatoren
Kann ein Konflikt nicht in der Klasse geklärt werden oder handelt es sich um einen klassenübergreifenden Konflikt, stehen unsere Mediatoren zur Verfügung und versuchen, den Streit zu schlichten. Hierbei handelt es sich um einzelne Schüler, die eine spezielle Ausbildung zum Mediator (Streitschlichter) durchlaufen haben.
Das  Motto:
Die Stärkung der Persönlichkeit und die Stärkung der Beziehung führen zu Eigenverantwortung und positivem sozialen Verhalten, die wiederum den Boden für Verständigung bereiten. 
Seit dem Schuljahr 2002/2003 werden freiwillige Schülerteams der Johannes Gutenberg Schule sukzessive zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Peer-Mediatoren ausgebildet und sind seit dem Schuljahr 2003/2004 unter der Leitung von Frau Letko erfolgreich aktiv.
Die Ausbildung dauert etwa 40 Stunden und wird 14-tägig jeweils in einer Doppelstunde im Rahmen des Ganztagsangebots der Johannes Gutenberg Schule durchgeführt.
 
7. Vernetzung von Ansprechpartnern
Wir haben mehrere Ansprechpartner innerhalb der Schule, die in Mobbing-Fällen zur Verfügung stehen, z.B. die Sozialarbeiterin, die Lehrer für Erziehungshilfe, die SV-Lehrerin, die Schulleitung, u.a.m. Außerdem arbeiten wir eng mit außerschulischen Einrichtungen zusammen, die in schwerwiegenden Fällen beraten und helfen können. 
Diese innerschulischen und außerschulischen Ansprechpartner arbeiten vernetzt zusammen. Sie werden in unserem „Beratungsnetzwerk“ vorgestellt (siehe unserer Homepage unter „Beratung und Förderung“).