
Kolumbus sticht in See und die Sechstklässler erobern die Bühne
Mit tosendem Applaus und strahlenden Gesichtern endeten zwei besondere Abende an der Johannes-Gutenberg-Schule in Ehringshausen, präsentierte doch der gesamte Jahrgang 6 eine aufwendig gestaltete Bühnenaufführung des bekannten Kinderliedes „Ein Mann, der sich Kolumbus nannt“ und verwandelte das eingängige Lied in ein farbenfrohes, lebendiges Musical.
Im Rahmen des KuBi-Unterrichts (Kulturelle Bildung) hatten die Schülerinnen und Schüler über mehrere Wochen hinweg intensiv an dem Projekt gearbeitet. Ziel war es, musikalische, darstellerische und kreative Fähigkeiten miteinander zu verbinden, ein Vorhaben, das eindrucksvoll gelang. Unter der Anleitung ihrer Lehrkräfte und der Gesamtverantwortung von Musiklehrer Uwe Witzel entwickelten die Kinder eigenständig Ideen, gestalteten Szenen und brachten schließlich eine Aufführung auf die Bühne, die sowohl unterhaltsam als auch lehrreich war.
Bereits beim Betreten der Aula wurde deutlich, wie viel Mühe und Liebe zum Detail in das Projekt geflossen war. Die Bühne war mit selbst gebastelten Kulissen dekoriert, die Schiffe, Wellen und ferne Länder darstellten. Die Kostüme, bunt, fantasievoll und größtenteils selbst gestaltet, verliehen den jungen Darstellerinnen und Darstellern zusätzliche Ausdruckskraft. Von Seefahrern über indigene Figuren bis hin zu Erzählerrollen war jede Passage sorgfältig ausgearbeitet und überzeugend dargestellt.
Im Mittelpunkt der Aufführung stand die Geschichte von Christoph Kolumbus und seiner Reise über den Atlantik wunderschön aufbereitet und mit einem Augenzwinkern inszeniert. Dabei beschränkten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur auf das Singen des bekannten Liedes. Vielmehr erweiterten sie die Handlung durch zusätzliche Dialoge, kleine Spielszenen und choreografische Einlagen. Tanz, Gesang und Schauspiel gingen fließend ineinander über und sorgten für ein abwechslungsreiches Programm.
Besonders beeindruckend war das Zusammenspiel der gesamten Gruppe. Trotz der großen Anzahl an Beteiligten wirkte die Aufführung harmonisch und gut abgestimmt. Dies zeugte nicht nur von intensiven Proben, sondern auch von einem starken Teamgeist innerhalb des Jahrgangs. Jeder Einzelne trug seinen Teil zum Gelingen bei, sei es auf der Bühne, hinter den Kulissen oder bei der Organisation.
Auch das Publikum zeigte sich begeistert und verfolgte die Aufführung mit großer Aufmerksamkeit. Viele Zuschauer äußerten sich im Anschluss beeindruckt von der Kreativität, dem Mut und der Ausdrucksstärke der jungen Darstellerinnen und Darsteller.
„Solche Projekte sind wertvoll für die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler. Neben der Förderung künstlerischer Fähigkeiten stehen vor allem soziale Kompetenzen, wie Zusammenarbeit, Verantwortungsbewusstsein und Selbstvertrauen im Vordergrund. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder über sich hinauswachsen. Mit dieser gelungenen Musical-Adaption bewies der Jahrgang 6 eindrucksvoll, wie lebendig und vielseitig Unterricht gestaltet werden kann. Die Verbindung von Musik, Theater und Kreativität machte das Projekt zu einem echten Highlight des Schuljahres und zu einem Beispiel dafür, wie Schule über den klassischen Unterricht hinaus begeistern kann“, so Schulleiterin Annegret Schilling nach den zwei außergewöhnlichen Vorstellungen.
Mit dabei waren:
Annette Hecht und Michael Guht (Tanz), Mimoza Shala (Kulissengestaltung, Bühnenbild), Ulrich Scheinpflug (Akrobatik). Julia Klaas-Pleyer und Diana Nikfardjam-Schreier (Ablauforganisation, Kulissenumbau und Dokumentation), Konstanze Korth-Neumann (Dramaturgie und Koordination), Kai Tröster (Öffentlichkeitsarbeit, Schwarzlicht), Tim Gilbert (Schulband), Johannes Herzog (Bass) sowie der Lehrkräfte-Matrosenchor, außerdem die Wahlpflichtkurse „Kunst“ und „Kreative Medien“, die „Snacktastic-AG“ unter der Leitung von Carolin Thorn, der Förderverein der JGS (Getränkeverkauf), die Technik-AG unter Leitung von Hannes Plato und Anton Haase, musikalische Idee, szenische Umsetzung und Gesamtleitung Uwe Witzel.
































