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Generation Swipe trifft Generation Erfahrung

Generation Swipe trifft Generation Erfahrung

Wie bearbeite und ordne ich Fotos? Wie kann ich Podcasts hören? Und wie verwalte ich Apps und meinen persönlichen Kalender? Fragen wie diese beschäftigten eine Seniorengruppe aus Werdorf – bis jetzt. Denn auf Initiative von Hannelore Spengler vom Seniorenrat und Karsten Müller von der Senioren- und Jugendarbeit nahmen sich Schülerinnen und Schüler der Johannes-Gutenberg-Schule Zeit, um Licht ins digitale Dunkel zu bringen.

Bei einem Kick-Off-Meeting wurden alsbald im Vorfeld mögliche Fortbildungsinhalte mit Letizia Costa-Berenguer, Luisa Cunz, Virginia Hasenkampf und Riazuddin Khan (alle Jahrgang 10) sowie Carina Wagener (Jahrgang 8) von der Expertengruppe „Digitale Helden“ der JGS umrissen und festgehalten und ein von den Schülerinnen gestalteter Flyer sorgte nochmal zusätzlich für Werbung.

Nun war der Grundstein für das generationsübergreifende Projekt gelegt, in dem die Jugendlichen zielgerichtet und praxisnah die Grundlagen der Smartphone-Nutzung den Seniorinnen und Senioren näherbringen konnten. Ob das Erstellen eines sicheren Passworts, das Einstellen von Klingeltönen und Hintergrundbildern oder das sichere Surfen im Internet – kein Thema war zu klein oder zu kompliziert für das erste Schulungsseminar. Schritt für Schritt führten die schulischen Experten die Teilnehmenden durch die Funktionen ihrer Geräte und gingen dabei individuell auf jede Frage ein.

Besonders geschätzt wurde die ruhige und verständliche Art der Jugendlichen. „Man traut sich hier wirklich, alles zu fragen“, berichtete eine Teilnehmerin erleichtert. Auch kniffligere Probleme, wie das Einrichten von Messenger-Diensten oder das Verstehen von App-Berechtigungen, wurden gemeinsam gelöst.

Für das Schülerteam war das Projekt ebenfalls eine wertvolle Erfahrung. Neben technischem Wissen waren vor allem Geduld, Einfühlungsvermögen und Kommunikationsfähigkeit gefragt. „Es ist schön zu sehen, wie dankbar die Menschen sind, wenn sie etwas Neues lernen“, sagte eine Schülerin.

Am Ende des Tages gingen die Seniorinnen und Senioren nicht nur mit mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem Smartphone nach Hause, sondern auch mit einem Lächeln im Gesicht. Und vielleicht mit der Gewissheit, dass die digitale Welt gar nicht so kompliziert ist, wenn man jemanden hat, der sie verständlich erklärt.

„Mit unserem Projekt „Keine Angst vorm Display“ haben sich unsere Schülerinnen und Schüler als regelrechte Handy-Flüsterer bewiesen und die Seniorinnen und Senioren mit Geduld und Daumenpower digital fit gemacht und auf ein ausgezeichnetes Smartphone-Level gebracht. Es war einfach schön zu beobachten, wie diese Schulung allen Beteiligten einen riesigen Spaß bereitet hat. Auf diese Weise werden nicht nur Medien-, sondern auch Sozialkompetenzen gefördert“, so Schulleiterin Annegret Schilling nach Ende des ersten Workshops, dem bis Schuljahresende noch weitere folgen sollen.