
Schule mit Kultur im Gepäck – JGS zeigte beim Infoabend, was in ihr steckt
Wie sieht Schule aus, wenn Kunst und Kultur nicht nur in einzelnen Projekten stattfinden, sondern zum festen Bestandteil des Schulalltags gehören? Diese und andere Frage standen im Mittelpunkt zweier Informationsabende, die in der Goethe-Schule in Wetzlar und in der Comenius-Schule in Herborn stattfanden. Eingeladen hatte das Staatliche Schulamt zu zentralen Informationsveranstaltungen zum Übergang „Von Klasse 4 nach Klasse 5“ für alle Grundschuleltern im Schulamtsbezirk Lahn-Dill. Damit bestand die Gelegenheit, dass jede Schule ihr individuelles Profil präsentieren konnte und die Eltern die Gelegenheit bekamen, alle schulischen Angebote miteinander vergleichen zu können.
Die Schulleitung der Johannes-Gutenberg-Schule stellte den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten das Konzept der Kulturschule vor, was von besonderem Interesse war, da dieses Profil im Schulamtsbezirk einzigartig ist. Denn in dieser besonderen Schulform wird Kindern und Jugendlichen nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch der Raum gegeben, eigene Interessen und Talente zu entdecken und sich kreativ auszudrücken.
Ob Musik, Theater, Kunst, Tanz, Film oder kreative Projekte – die Schülerinnen und Schüler sollen möglichst vielfältige Möglichkeiten erhalten, selbst aktiv zu werden. Kulturelle Bildung kann dabei auch in den normalen Unterricht hineinwirken, indem Lernen mit künstlerischen und praktischen Erfahrungen verbunden wird.
Schulleiterin Annegret Schilling beschreibt es so: „Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern. Künstlerinnen und Künstler sowie Kulturinstitutionen können Projekte begleiten und neue Perspektiven in die Schule bringen. So wird die Schule selbst zu einem Ort, an dem Kultur erlebt, gestaltet und repräsentiert wird. Eine Kulturschule lebt davon, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern dabei gemeinsam an einem Strang ziehen.“
Darüber hinaus informierte das Schulleitungsteam mit Christian Weiher, Bettina Geist, Stefan Scharfe und Lutz Schäfer über die iPad-Klassen ab Jahrgang 9, die vielfältigen Ansätze der Berufsorientierung und schließlich über den Bildungsauftrag als zertifizierte Umweltschule. Ganztagskoordinator Tom Brück schilderte darüber hinaus die thematische Spannbreite der Arbeitsgemeinschaften, die Konzeption der Hausaufgabenbetreuung und die Fördermaßnahmen, die den schulischen Vormittag ergänzen. Im Verlauf des Informationsabends ergaben sich interessante, kurzweilige Gespräche und die Nachfrage nach Informationsmaterial für anschließendes Nachlesen war groß. Am JGS-Stand lagen Flyer aus, gab es eine anschauliche Wandzeitung und die übersichtlichen Zusammenstellungen lieferten schnell und effektiv die passende Antwort auf so manche Frage. Die Eltern konnten sich über geplante Projekte, den „Tag der offenen Kulturschule“ und die pädagogischen Ziele der JGS informieren. „Die Aufgabe einer Kulturschule ist nicht nur Fässer zu füllen, sondern Feuer zu entfachen, denn man kann einem Kind vieles beibringen – entscheidend ist aber, ihm die Lust am eigenen Denken zu lassen. In diesem Zusammenhang geht es uns darum, Kindern unterschiedliche Wege zum Lernen zu eröffnen, ihre Neugier und Kreativität zu wecken und ihnen zu vermitteln: Eure Ideen zählen und eure Fähigkeiten werden gebraucht“, so Schilling abschließend.









