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Junge Finger, große Hilfe – Schülerinnen machen Senioren handyfit

Junge Finger, große Hilfe – Schülerinnen machen Senioren handyfit

Wenn das Handy plötzlich „Bahnhof“ versteht oder das Online-Ticket zum kleinen Rätsel wird, sind sie zur Stelle: Die Schülerinnen Carina Wagener und Laura Schmidt von den „Digitalen Helden“ der Johannes-Gutenberg-Schule. Denn die zwei jungen Neuntklässlerinnen unterstützen Seniorinnen und Senioren dabei, sicher und selbstständig durch die digitale Welt zu navigieren.

Vermittelt wurde die Aktion schon letztes Schuljahr durch Hannelore Spengler vom Aßlarer Seniorenrat und fand jetzt im neuen Schuljahr seine Fortsetzung. Schnell war klar, dass der Bedarf wieder groß ist und die Themen erneut mitten aus dem Alltag gegriffen sind.

Gemeinsam wurden konkrete Schwerpunkte festgelegt. Dazu gehörten unter anderem der Umgang mit dem eigenen Smartphone, die Anpassung und bessere Lesbarkeit der Bildschirmanzeige, das Online-Kaufen von Tickets und Fahrkarten, das Erstellen von Einkaufslisten sowie ganz allgemein die digitale Unterstützung bei kleinen und großen Herausforderungen des täglichen Lebens.

Dabei ging es nicht nur darum, möglichst viele Funktionen des Smartphones kennenzulernen. Vielmehr sollen die Seniorinnen und Senioren genau die Dinge sicher beherrschen, die ihnen im Alltag tatsächlich helfen. Und wer könnte diese Fragen besser beantworten als junge Menschen, die mit digitalen Medien ganz selbstverständlich umgehen?

Die Begegnungen sind dabei mehr als eine reine „Nachhilfestunde“ fürs Handy, denn Jung und Alt kommen miteinander ins Gespräch, tauschen Erfahrungen aus und lernen voneinander. Während die Schülerinnen ihr digitales Wissen weitergeben, bringen die Seniorinnen und Senioren ihre Lebenserfahrung und ihre ganz eigenen Fragen mit.

Für alle Beteiligten steht deshalb schon jetzt fest, dass dieses Projekt keine einmalige Aktion bleiben soll, denn weitere Treffen sind schon anberaumt.

„Hier wird nicht nur gewischt und geklickt, hier werden Brücken zwischen den Generationen gebaut. Unsere Schülerinnen geben ihr digitales Wissen weiter, die Seniorinnen und Senioren bringen ihre Lebenserfahrung mit. So wird aus einer Handy-Schulung ein echtes Miteinander. Denn, wie schon Konfuzius sagte: ‚Sage es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun und ich werde es verstehen. So wird aus dem Smartphone, das manchmal für Verwirrung sorgt, ganz nebenbei ein Werkzeug für mehr Selbstständigkeit und aus Schülerinnen werden echte digitale Alltagsheldinnen“, so Schulleiterin Annegret Schilling hocherfreut über das besondere Miteinander.