
„Fragt uns alles!“ – Cops im Dialog mit Schülern
„Respektiere dich selbst, respektiere andere und übernimm Verantwortung für das, was du tust“, zitierte Schulleiterin Annegret Schilling das berühmte Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, als sie die landesweite Dialogreihe zwischen Polizei und Schule in der Johannes-Gutenberg-Schule in Ehringshausen eröffnete.
Kriminalhauptkommissar Tobias Grebe war an die Schulleitung der JGS herangetreten, um für das Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ zu sensibilisieren. Der respektvolle und wertschätzende Umgang in der Gesellschaft, gerade auch gegen Einsatzkräfte der Polizei nehme ab und dieser Entwicklung müsse man gemeinsam und entschieden entgegentreten, formulierte Grebe das Ziel der Veranstaltungsreihe. Das Format „Cops im Dialog“, gefördert vom Hessischen Innenministerium und dem Hessischen Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, richtet sich an Jugendliche, um über die tägliche Polizeiarbeit zu informieren. Die besonderen Herausforderungen im Berufsalltag waren dann die Inhalte, die zwischen den Schülerinnen und Schülern sowie den Vertretern des Polizeipräsidiums Mittelhessen ausgetauscht wurden. Mit einem alltagsnahen Videobeispiel wurden die Jugendlichen mit der zunehmenden Respektlosigkeit gegenüber Einsatzkräften konfrontiert. Und dabei ging es nicht nur um Gewalt gegen Polizeibeamte, sondern auch gegen Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungs- und Sanitätsdienstes. Auch sie erleben leider immer wieder Aggressionen und Auseinandersetzungen.
Der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion Udo John, Jessica Spredemann von der Arbeitsgruppe „Gewalttäter an Schulen“ (AGGAS), Einstellungsberaterin Christiane Kruse-Schmidt, Migrationsbeauftragter Berkant Samanci, Antje Suppmann von der Abteilung Prävention sowie Opferschutzkoordinator Tobias Grebe diskutierten mit den Schülerinnen und Schülern in einem lebhaften Austausch über herausfordernde Erfahrungen, unterschiedliche Erwartungshaltungen und die jeweiligen Intentionen. Auch die Jugendlichen brachten dabei eigene Erlebnisse und Beobachtungen ein. „Mit dieser Veranstaltung ist es uns gemeinsam gelungen, miteinander statt übereinander zu reden und wir sind dem Ziel auf jeden Fall nähergekommen, einen respektvollen Umgang auch in kritischen Situationen beizubehalten. Das gegenseitige Verständnis füreinander und die Sichtweise für den jeweils anderen ist mit dieser Veranstaltung mit absoluter Sicherheit gewachsen“, so Schulleiterin Schilling abschließend.





